Archiv für den Monat: September 2013

Die Insel der Linkshänder von Alexandre Jardin

Mmh, wie soll ich sagen? „Die Insel der Linkshänder“ von Alexandre Jardin ist ein schräges Buch, aber doch mit interessanten und wie ich glaube aktuellen Denk- und Lebensansätzen. Natürlich ziemlich ins Extrem getrieben. Aber vielleicht auch nicht. Wer weiß.

Wie schafft man es, wirklich zu lieben? Diese Frage stellt sich die Hauptfigur Lord Jeremy Stork, dessen Ehe mit seiner geliebten Frau Emily nicht das ist, was er sich wünscht. Er hat das Gefühl, sie zu verlieren, kein richtiger Ehemann zu sein und sie ist frustriert, weil er sie nicht kennt. Sie stellen fest, dass alle um sie herum, im London der 1920er Jahre sich damit arrangieren, dass die Liebe verfliegt oder dem Alltag weicht, sobald man verheiratet ist.

Aber Jeremy ist nicht bereit, das zu akzeptieren. Man könnte sagen, er hat die Schnauze voll von all den griesgrämigen und grauen Leuten in Europa und ihrer Negativität und auch von seinen recht extravaganten Eigenheiten, die er im Laufe seines Lebens entwickelt hatte.

Auf seiner Suche stößt er auf eine Geschichte von einer Insel im Südpazifik, auf der sich eine Gruppe Auswanderer eingerichtet hat, die ihr Leben der Liebe verschrieben haben. Für ihn ist klar, da will er hin. Und so machen sie sich gemeinsam mit ihren Kindern auf den Weg zur ‚Insel der Linkshänder‘.

Und dort landen sie mit ihrem Heißluftballon mitten in einer Versammlung der Kolonisten, die gerade beschlossen haben, die Nickelminen zu schließen, weil es in ihrer Gesellschaft ja nicht um materiellen Reichtum und Geld geht, sondern um die Liebe und ein sinnvolles, erfülltes Leben. Und was da in dieser Gesellschaft alles angestellt wird, um die Liebe zu erforschen, Neigungen auszuleben und das alles ohne Grenzen, das ist schon ziemlich spannend, anregend und nicht in allen Dingen mein Ding.

Aber was Emily und Lord Stork dort erleben, ist vor allem eine Reise zu sich selbst und ein Auskundschaften und Herumprobieren miteinander bei der Gestaltung ihrer Ehe und Beziehung. Ein sich gegenseitig Annehmen lernen, so wie sie sind. Ein Gestalten ihres Lebens in einer Weise, dass es zu ihnen passt, obwohl sie sehr verschieden sind. Und das kam mir doch sehr bekannt vor.

Was mir im Buch irgendwann zu viel wurde, ist der Fokus darauf, dass die Männer die Frauen so lieben sollen und all die Liebesbeweise, die sie sich so ausdenken. Und dass die Frauen zufrieden gestellt werden. Und irgendwie konnte ich nicht umhin festzustellen, dass auf der ‚Insel der Linkshänder‘ letztendlich genauso viele gesellschaftliche ‚Regeln‘ herrschten wie im London, das sie verlassen hatten. Nur, dass die Regeln hier der Liebe geschuldet waren. Lord Stork, Emily und ihren Kindern schien das nichts auszumachen. Sie fühlten sich wohl. Und am Ende trifft sie noch ein unerwarteter Schicksalsschlag, der noch eine andere Ebene des Seins mit einbezieht.

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Hotelzimmer-Yoga von Stefanie Arend

Yoga, Yoga, Yoga – ich konnte es nicht mehr hören. Überall wird Yoga angepriesen, wie gut es einem tut, bei allen möglichen Beschwerden. Überall schießen Yogakurse und Yogazentren wie Pilze aus dem Boden. Mir war das alles zu viel. Ich konnte dem nichts abgewinnen.

Und doch stieß ich immer wieder auf Yoga. Irgendetwas in mir sagte mir, dass es da auch etwas für mich gäbe. Bei diesem Yoga. Aber ich mag weder Gruppenkurse noch stundenlange Sportprogramme. Für mich muss es einfach sein. Mal eben so in meinen Alltag zu integrieren. Ohne extra Zubehör. Ohne extra Klamotten. Ohne irgendwohin fahren zu müssen. Mir war klar, dass ich suchte nach dem Yoga oder der Art von Yoga für mich.

Und ich wurde fündig. Als ich den Sommerkatalog des Schirner-Verlags durchblätterte, sprang es mich an. Das Büchlein „Hotelzimmer-Yoga“ von Stefanie Arend. Denn meine Wohnung bzw. mein Zimmer, das für mich Wohnzimmer, Schlafzimmer, Arbeitszimmer und Küche ist, ist winzig. Da ist nicht viel Platz auf dem Boden oder im Raum für große Sportveranstaltungen.

Das Büchlein ist toll. Stefanie Arend erklärt und vor allem zeigt auf vielen Fotos unglaublich viele Yogaübungen. Und zwar mit allen möglichen alltäglichen Gegenständen. Auf dem Bett, auf dem Boden, auf dem Stuhl, an der Wand. Mit Türklinke, Handtuchhalter und Bademantelgürtel. Ich war total begeistert. Das war genau das, was ich gesucht hatte.

Sogleich suchte ich mir ein paar Übungen raus und begann mit Yoga. Dabei wurde mir auch klar, dass ich einige Übungen schon länger bei meinem täglichen Stretching machte. Das hatte bisher nur niemand „Yoga“ genannt.

Seitdem habe ich zahlreiche der von Stefanie Arend gezeigten Übungen ausprobiert und gelernt und integriere sie bei Bedarf in meinen Alltag. Das heißt, ich mache sie zuhause, mal eben tagsüber, wenn ich das Gefühl habe, irgendwie brauche ich etwas Bewegung oder Ausgleich. Und genauso mache ich sie auch unterwegs, z.B. beim Walken in meiner Pause mal eben Malasana – die Hocke.

Immer mal wieder greife ich zu diesem kleinen Büchlein, das man auch super praktisch einfach überallhin mitnehmen kann und suche mir ein paar neue Übungen raus.

Wer einen einfachen Zugang zu Yoga sucht und wie ich Kurse und extra Zubehör nicht mag, dem kann ich das Büchlein „Hotelzimmer-Yoga“ von Stefanie Arend sehr empfehlen. Und natürlich auch all jenen, die es wirklich brauchen für Yogaübungen im Hotelzimmer oder in kleinen Räumen. Ich bin total begeistert. Danke Stefanie Arend für dieses Buch.

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Elfenkraft-Kochbuch von Jeanne Ruland, Sabrina Dengel, Diana Holzschuster

Dieses Buch ist mein allerliebstes Lieblingskochbuch seit Jahren. Und dabei ist es keineswegs nur ein Kochbuch. Und ein Backbuch. Es ist ein Buch über die Natur, die Jahreszeiten, die Elemente, die Wesenheiten der Natur, die Jahreskreisfeste und Rituale. Es ist ein Buch mit Geschichten und vielen Bildern, wunderschön gestaltet, farbig, liebevoll.

Das Buch beginnt mit den vier Abschnitten ‚Die Küche der Naturgeister‘, ‚Die 5 Elemente‘, ‚Kontakt mit Natur- und Pflanzengeistern‘ und ‚Kräuter und essbare Blüten‘. Hier werden verschiedene Naturgeister vorgestellt, z.B. Kobolde, Elfen, Zwerge, und ihre bevorzugten Speisen. Gespickt ist das alles mit Geschichten, Fotos, Illustrationen und Rezepten.

Außerdem werden Rituale zur Kontaktaufnahme mit Naturgeistern und zum Danksagen beschrieben. Die Fünf Elemente Wasser, Feuer, Erde, Luft, Äther werden erläutert und zugehörige Naturgeister und Rezepte vorgestellt. Im Abschnitt ‚Kräuter und essbare Blüten‘ werden ziemlich detailliert einige ausgewählte Kräuter vorgestellt, jeweils mit einer Art Affirmationsspruch, Geschmack, Verwendung, Wirkung auf den Körper, Wirkung auf das Bewusstsein und Saison. Ähnlich für einige Blüten verbunden mit blumigen Rezepten für Rosenwasser, Rosentee, kandierte Blüten. Schon allein der Anblick der Seiten und Rezepte ist ein Genuss für die Sinne.

Der zweite Teil des Buches ist nach Monaten eingeteilt, Januar bis Dezember. Davon war und bin ich absolut begeistert. Natürlich bekommen wir heute im Supermarkt fast jedes Gemüse zu jeder Zeit. Aber hier im Buch kann man mal nachschauen, welches Gemüse, Obst, welche Kräuter im jeweiligen Monat tatsächlich unsere Natur, unser Garten bereitstellt.

Jeder Monat wird vorgestellt mit einer bestimmten Qualität, die er hat. Zum Beispiel ‚Februar – Rast, Reinigung, Erwachen‘. Der Monat wird beschrieben aus der Geschichte heraus und was in diesem Monat in der Natur passiert. Und es werden jeweils die ‚Feste und Feiertage dieser Zeit‘, ‚Naturgeister des Monats‘, Jahreskreisfeste mit Anregungen zur Gestaltung und ‚Wissenswertes über die Natur‘ wie Pflanzen, die auszusäen oder zu ernten sind, vorgestellt. Meist wird zusätzlich ein Kraut, z.B. die Brennessel, detailliert vorgestellt und dann schließen sich diverse Rezepte für den Monat an.

Im Anhang finden sich nochmal bebilderte Grundrezepte für Biskuit, Mürbeteig und süßen Hefeteig und zwei Tabellen, die zeigen, wann im Jahr es welches Obst und Gemüse gibt.

Ich bin vom „Elfenkraft-Kochbuch“ echt begeistert, nicht nur wegen der wunderschönen und liebevollen Gestaltung. Sondern auch weil es so vielfältig nutzbar ist. Wenn ich nur ein Rezept nachschlagen will, dann kann ich das ganz schnell tun. Ebenso kann ich stöbern, lesen und lernen, wenn ich Lust und Zeit dazu habe. Mir hat das Elfenkraft-Kochbuch schon unheimlich viel gegeben und ich kann es nur empfehlen. Außerdem haben die Rezepte auch noch so nette Namen. Meine Lieblingsrezepte sind u.a. Winterfeen-Kuchen (Lauch-Hirse-Kuchen), Feuerelbensuppe (Brennesselsuppe), Osterspirale (Spinat-Brennessel-Strudel), Süßes Hasenbrot, Feen-Feuerrad (Kirschkuchen).

Das Buch heißt jetzt „Lecker kochen mit den Naturgeistern“.

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Willkommen auf der Erde – Segenszeremonien für Kinder von Jeanne Ruland

Es ist schon ein paar Jahre her, das ich das kleine Büchlein „Willkommen auf der Erde“ von Jeanne Ruland aus dem Schirner Verlag zum ersten Mal in den Händen hielt. Aber mein Eindruck und meine Meinung dazu haben sich nicht geändert. Ich finde es einfach wunderschön. Es strahlt so viel Liebe aus, schon wenn man sich den Umschlag anschaut. Und im Inneren setzt es sich genauso fort.

Jeanne Ruland beschreibt in diesem Büchlein Segenszeremonien, mit denen wir Kinder auf der Erde liebevoll willkommen heißen können. Alternativen zur kirchlichen Taufe in meinen Augen, auch wenn das nirgendwo erwähnt wird.

Die im Buch beschriebenen Willkommenszeremonien sind für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre gedacht. Ich muss sagen, dass mir besonders gut gefällt, wie beschrieben wird, wie ältere Kinder ihre Zeremonie mitgestalten können, ihre Paten auswählen und ihre Lieblingsdinge mit in die Zeremonie einfließen lassen können. Ebenso schön finde ich zu lesen, wie der gesamte Familien- und Freundeskreis in die Vorbereitungen mit einbezogen werden kann.

Das Buch „Willkommen auf der Erde“ von Jeanne Ruland enthält eine schöne Meditationsreise, die man für sich machen kann und viele Fragen, mit deren Hilfe man sich annähern kann an die Gestaltung einer Segenszeremonie, an das, was einem selbst und dem Kind wichtig ist. Die Planungsschritte einer Zeremonie werden ebenso beschrieben wie der Ablauf und die Bedeutung von Lebenskerze, Geschenken und Segenssprüchen. Abgerundet wird das Büchlein durch wunderschöne Erfahrungsberichte einiger Eltern und Teilnehmer von Segenszeremonien sowie einige nützliche Checklisten.

Ich nehme es immer wieder gern in die Hand und blättere darin, weil es so viel Liebe ausstrahlt. Ich kann das Buch nur wärmstens empfehlen.

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