The Shift oder Das Geheimnis der Inspiration von und mit Dr. Wayne W. Dyer

Ich habe den Film „The Shift“ von Dr. Wayne W. Dyer jetzt zweimal gesehen und jedes Mal bleibt etwas Neues bei mir hängen. Jedes Mal werde ich auf etwas Neues aufmerksam und hellhörig. Der Film basiert auf den Erkenntnissen und Lebenserfahrungen von Dr. Wayne W. Dyer und er spielt sich im Film selbst. Mit null Schauspielerfahrung. Er wendet nur an, was er selbst lehrt und lässt los und ist er selbst. Dass ihm das in diesem Fall gar nicht so leicht fiel, weil es sein erster Film war und er keine Ahnung von Filmdrehs und Filmproduktion hatte, sagt er selbst in einem Interview.

Ein Interview mit Dr. Wayne W. Dyer über „The Shift“ (englisch)

Der Film ist eine Mischung aus Interviews mit Wayne Dyer, in denen er über das spricht, was seine Erkenntnisse und Erfahrungen sind, was er gelernt hat aus den Lehren asiatischer Meister oder einiger von ihm besonders geliebter Dichter und was die Probleme und Sorgen sind, mit denen die meisten Leute in seine Therapeutenpraxis kamen, die er einst hatte. Es geht um die Erkenntnis, dass Geld, Besitztum und Ruhm uns nicht glücklich machen, wie uns oft von außen suggeriert wird – vor allem als Kinder. Es geht darum, dass es einen Punkt im Leben gibt, an denen vielen Menschen das klar wird und an dem sie oft nicht weiter wissen. Sie haben das Gefühl, dass sie zu einem bestimmten Zweck hier auf der Erde sind, wissen aber nicht warum und suchen und suchen und wissen nicht wonach.

Wayne Dyer erklärt, dass nach seinem Verständnis der Zweck unseres Hierseins ist, glücklich zu sein. Und das es an diesem Wendepunkt im Leben darum geht, den Fokus auf das Äußere und das, was die anderen sagen, loszulassen und zu erkennen, dass alles, was wir brauchen und was in unserem Leben sein soll, bereits da ist, bereits mit uns verbunden ist. Es geht für uns nur darum, unsere Resonanz so zu verändern, dass wir dieses Etwas in unser Leben ziehen. Automatisch. Das hat viel damit zu tun, Ängste loszulassen und Kontrolle und dem Universum, Gott, Tao oder wie auch immer man es nennen will, zu vertrauen.

Parallel zu den Interviews gibt es verschiedene Handlungsstränge, in denen ein Paar, eine Familie, ein Filmemacher Rollen spielen vor der Wandlung und man sieht, es geht um Geld, Prestige, eine Frau, die nur für ihre Familie da ist und sich selbst nicht mehr lebt. Und alle treffen an dem Ort aufeinander, an dem Dr. Dyer die Interviews gibt und alle kommen dort an den Punkt der Wandlung in ihrem Leben, an dem ihnen klar wird, dass andere Dinge wichtiger sind und sie beginnen, diese Dinge zu leben. Sogar die Filmcrew, die ihn interviewt und die oft noch nach den Interviews mit ihm zusammen sitzt und Geschichten aus seinem Leben lauscht oder einfach wie Studenten oder Schüler nachfragt, was er mit bestimmten Dingen meint. Das ist ein bisschen wie eine lockere entspannte Vorlesung.

Besonders spannend finde ich eine Studie, die er zitiert, wo Männer und Frauen interviewt wurden im Verlauf ihres Lebens. Die ersten Interviews wurden vor dem Punkt der Wandlung gemacht und die zweiten danach. Mehrere Dinge sind interessant dabei. Zum einen wie unterschiedlich die Werte sind, die Männern und Frauen vermittelt werden, nach denen sie streben oder streben sollen. Und zum anderen wie signifikant sich diese Werte nach dem Punkt der Wandlung geändert haben. Hängen geblieben bei mir ist vor allem Punkt 1 bei den Frauen. Vor dem Wendepunkt im Leben war es, die Familie, für die Familie da sein, für die Familie sorgen. Nach dem Wendepunkt war es, persönliches Wachstum.

Ich kann den Film jedem empfehlen. Das Original ist in Englisch.
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Es gibt den Film auch auf Deutsch als DVD. Für diejenigen, denen das lieber ist. Ich kenne die deutsche Version nicht.
Hier ist der Link: SHIFT, 1 DVD-Video

Es gibt außerdem ein begleitendes Buch zum Film, sowohl in Englisch als auch in Deutsch, das ich nicht gelesen habe und hier nur erwähnen will, falls es jemanden interessiert.

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