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Die Mönche und ich – von Mary Paterson

Nach dem Tod ihrer Mutter entdeckt Mary Paterson Yoga und Meditation für sich. Beides zu praktizieren, erweist sich für sie als heilend. Dennoch gelingt es ihr nicht, die Praxis in ihren Alltag zu übertragen. Als dann auch ihr Vater stirbt, hat sie das Gefühl, den Halt in ihrem Leben zu verlieren, ihr „vertrautes inneres Zuhause“. Sie beschließt, sich ein neues inneres Zuhause zu suchen und sich dafür Zeit für sich und eine Auszeit vom Alltag zu nehmen.

Mary entscheidet sich, am Winter-Retreat im buddhistischen Kloster Plum Village in Frankreich, das von Thich Nhat Hanh geführt wird, teilzunehmen. Sie verbringt 40 Tage gemeinsam mit den dort lebenden Nonnen und Mönchen sowie mit anderen Pilgern, die am Retreat teilnehmen. Sie meditiert, gärtnert, kocht, nimmt an den Vorträgen Thich Nhat Hanhs teil und führt Gespräche mit Mönchen, Nonnen und anderen Pilgern.

Sie lernt, dass es bei den Praktiken des Buddhismus darum geht, Zuflucht in sich selbst zu suchen. Sie erfährt, dass Achtsamkeit und Konzentration Grundpfeiler der täglichen Praxis sind und übt, wenn sie Tee trinkt wirklich nur Tee zu trinken und nicht noch über etwas nachzudenken. Sie erhält einen Einblick in den Alltag der Mönche und Nonnen, die jeden Morgen von 5.30 Uhr bis 7.30 Uhr meditieren und fragt sich, ob diese nicht die Intimität einer Partnerbeziehung vermissen. Irgendwann fragt sie das auch einen Mönch und eine Nonne.

Jedem der 40 Tage, die Mary im Retreat verbringt, ist ein eigenes Kapitel im Buch „Die Mönche und ich“ gewidmet, in welchem sie erzählt, was an dem Tag passiert und welche Erfahrung sie macht, was sie lernt. Sie flechtet außerdem häufig Erklärungen zum Buddhismus und zu Thich Nhat Hanhs Lehren ein und durchdenkt vieles sehr detailliert. Das ist nicht unbedingt leicht zu lesen und auch nicht leicht zu verdauen. Man muss sich schon die Zeit nehmen, um ihre Gedankengänge nachzuvollziehen, wenn man etwas verstehen und für sich mitnehmen will.

Ich fand die Anregungen zu Achtsamkeit im Alltag und einige andere sehr hilfreich als Erinnerung. Es war nicht mein erstes Buch mit buddhistischen Inhalten. Aber die Art der Erzählung empfand ich häufig als sehr zäh. Persönliche Erlebnisse werden unterbrochen mit Erläuterungen über die Lehren des Buddhismus. Da stockt für mich häufig der Lesefluss. Dazu kommt, dass ich mit dem Buddhismus Thich Nhat Hanhs nicht klar komme. Vieles im Buch fühlt sich für mich sehr Klosterleben spezifisch an und fern meiner täglichen Realität.

Mein Fazit: Wer sich für Thich Nhat Hanh und sein Kloster oder die Lehren des Buddhismus interessiert, der findet im Buch „Die Mönche und ich“ von Mary Paterson sicher viel Spannendes. Aber wer eine flüssig lesbare, spannende spirituelle Lebensgeschichte erwartet, sollte nach einem anderen Buch Ausschau halten.

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Warum es wichtig ist, anders zu sein – Dr. Wayne Dyer & Eckhart Tolle

Ich würde euch gerne den Dialog „Warum es wichtig ist, anders zu sein“ zwischen Dr. Wayne W. Dyer und Eckhart Tolle vorstellen, der inzwischen schon ziemlich bekannt geworden ist. Vielleicht kennt ihr ihn schon. Ich finde ihn sehr inspirierend und manchmal einfach nur lustig.

Der gesamte Dialog dreht sich um die Themen Sein, achtsam sein, im Hier und Jetzt aufmerksam sein, Bewusstsein. Verschiedene Begriffe und Beschreibungen, die ein- und dasselbe meinen. Was ich am spannendsten finde, ist, dass hier zwei Menschen ihre Ansichten zu den gleichen Themen austauschen, aber die Worte, die sie benutzen und die Art ihrer Erklärung ist völlig verschieden.

Manchmal erzählen sie sogar die gleiche Geschichte auf verschiedene Weise. Das finde ich faszinierend. Eckhart Tolle spricht diese Tatsache sogar an und sagt, dass er selbst auch verschiedene Worte für ein- und dasselbe Ding benutzt, weil jeder Mensch von anderen Worten angesprochen wird.

Eckhart Tolle spricht über Sein vs. Tun and erklärt, dass beide Teil dieses Universums und unseres Lebens sind. Das Universum will immer erschaffen (Tun) und es will sich auch selbst erfahren durch uns (Sein). Die Herausforderung für uns ist es, uns bewusst zu sein, wer wir wirklich sind und das auch während wir etwas tun oder erschaffen und uns nicht im Prozess des Tuns zu verlieren.

Wayne Dyer sagt „Du kannst ein außergewöhnliches, besonderes Wesen sein und doch das gewöhnliche in dir haben.“ Mit gewöhnlich meint er Dinge wie Steuern zahlen, Formulare ausfüllen etc. Aber er sagt sehr deutlich, dass er möchte, dass wir außergewöhnlich sind.

Er möchte, dass wir nicht nur Menschen sind, die Formulare ausfüllen und Regeln befolgen, sondern Menschen, die weiter schauen, Menschen, die ihre Seele kennen und deren Wunsch, sich immer weiter auszudehnen. Er macht sehr klar, wie wichtig es ist, außergewöhnlich zu sein und „warum es wichtig ist, anders zu sein“.

Eckhart Tolle fragt das Publikum „Könnt ihr die Unendlichkeit, die Unbegrenzheit eures Seins, eurer Seele jetzt in diesem Moment spüren?“ Damit ist gemeint, dass man die eigene Identität nicht aus seinem Verstand ableitet, also nicht aus den Geschichten, die im Kopf herumschwirren. Das ist das, was normalerweise passiert. „Könnt ihr spüren, dass in euch ein nicht konditioniertes Bewusstsein ist, eine tiefe Lebendigkeit, die nichts zu tun hat mit euer Lebensgeschichte?“

Eckhart Tolle erklärt weiter, dass viele Menschen sich entweder mit ihrem Körper oder mit ihrem psychologischen Selbstbild (Gedanken, Ideen) identifizieren. Diese beiden ändern sich ständig. Und keines von beiden ist wirklich wir selbst. Wayne Dyer spricht über Muktananda, der gefragt wurde „Was ist real?“. Er antwortet: „Das ist real, was sich niemals ändert.“

Der lustigste Teil des gesamten Dialoges „Warum es wichtig ist, anders zu sein“ ist für mich der, wenn die beiden über die Watkins‘ Liste der 100 Spirituell einflussreichsten lebenden Leute sprechen, auf der zur Zeit des Dialogs Wayne Dyer Nr. 3 ist und Eckhart Tolle Nr. 1. Sie benutzen dies als Beispiel, um zu erklären, wie das Ego mit so einer Situation umgeht und wie das pure Bewusstsein dem absolut keine Bedeutung beimisst. Es ist etwas zum Lachen und zum Lernen.

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Viel Spaß beim Anschauen.

Ich hab es übrigens schon mehrfach gehört bzw. gesehen und finde es jedesmal wieder spannend und lustig. 🙂