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Der Elefant, der das Glück vergaß – Ajahn Brahm

„Der Elefant, der das Glück vergaß“ von Ajahn Brahm ist ein weiteres Buch mit buddhistischen Geschichten. Ich mag es sehr. Irgendwie gehen diese Geschichten mir direkt ins Herz. Sie sind voller Liebe, Weisheit und Mitgefühl und laden uns ein, das Leben und alltägliche Situationen und Herausforderungen anders zu betrachten.

Die Geschichten helfen, Einstellungen und Betrachtungsweisen zu ändern dahingehend, das Leben und was passiert, positiv zu betrachten, zu lachen und Drama und Leiden aus den eigenen Gedanken zu entfernen.

Die Geschichten in „Der Elefant, der das Glück vergaß“ decken das ganze Spektrum des Lebens ab. Da gibt es einen Hund, der sich ein Retreat sucht, die Katzenstreichel“strafe“ im Kloster, die Vorteile, bei einer Flugzeugexplosion ums Leben zu kommen 🙂 , eine junge Frau mit Angstattacken, die sich mit Hilfe selbst heilt, alte Mönche, die nicht lügen und noch viel mehr. Es geht um Schuldgefühle, Heilige Scheiße 🙂 , übernatürliche Musik und die Lizenz zum Glücklichsein, die als Urkunde auf einer der letzten Seiten des Buches abgedruckt ist. Eine meiner Lieblingsgeschichten ist „Jeden Morgen zwanzig Push-Ups“ mit den Mundwinkeln. 🙂

Die Geschichten haben vor allem eines gemeinsam: sie bringen mich immer zum Lächeln oder Lachen. Momentan liegt „Der Elefant, der das Glück vergaß“ immer griffbereit auf der Fensterbank. Ich nutze das Buch oft als Aufheiterung und Hilfe im alltäglichen Leben. Dazu schlage ich es auf einer beliebigen Seite auf und die Geschichte, die sich mir dann präsentiert passt immer.

Wer ein Buch sucht, das ihn zum Schmunzeln bringt und hilft, das Leben mit mehr Leichtigkeit zu leben, dem empfehle ich „Der Elefant, der das Glück vergaß“ von Ajahn Brahm.

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Die Kuh, die weinte – von Ajahn Brahm

„Die Kuh, die weinte – von Ajahn Brahm“ ist ein Buch gefüllt mit vielen kleinen Geschichten. Buddhistische Geschichten über den Weg zum Glück.

Ajahn Brahm ist Mönch der Waldkloster-Tradition des Theravada-Buddhismus und heute Abt des Bodhinyana Klosters in der Nähe von Perth, Westaustralien. Die Geschichten in diesem Buch hat er im Verlauf von 30 Jahren zusammengetragen und verwendet sie oft in Vorträgen und persönlichen Beratungen.

Die Geschichten sind zu Themenkreisen zusammengefasst und widmen sich zum einen den Hindernissen, die dem Glück im Wege stehen, z.B. Angst, Schmerz, Perfektion, Schuldgefühle und zeigen gleichzeitig immer einen Weg, den Fokus zu verändern, eine andere Sichtweise einzunehmen. Zum anderen zeigen sie auf, was dem Glück förderlich ist, z.B. Liebe, Vergebung, Mitgefühl, Weisheit, innere Ruhe. Die Titel der Geschichten sind sehr plastisch, so dass man sofort weiß, worum es geht, z.B. „Die Kuh, die weinte“ (da weint wirklich eine echte Kuh) oder „Der Idiotenführer zum Seelenfrieden“. Die Geschichten sind recht kurz und kurzweilig und dabei sehr erhellend und hilfreich. Und es sind viele.

Ich habe anfangs versucht, das Buch zu lesen wie ein normales Buch, also vorn anfangen und dann halt lesen. Das hat für mich aber nicht ganz gepasst. Die Geschichten sind Ratgeber für bestimmte Situationen. Deshalb macht es Sinn, die passenden Geschichten in passenden Situationen im eigenen Leben zu lesen. Dann haben sie Relevanz und Bezug und helfen.

Wie macht man das? Ich benutze das Buch wie eines meiner Engelkartendecks. In einer Situation, in der ich Rat brauche, sammle ich mich kurz, konzentriere mich auf eine Fragestellung oder die Situation und schlage dann das Buch an einer „beliebigen“ Seite auf, so als würde ich eine Karte ziehen. Funktioniert immer und ganz hervorragend. So wird das Buch zu einer Art Orakel bzw. Ratgeber.

Und als solches kann ich es auch empfehlen. Bei mir liegt es griffbereit in der Nähe meiner Kartendecks, so dass ich es als Ratgeber nutzen kann, wenn mir danach ist.

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Die Mönche und ich – von Mary Paterson

Nach dem Tod ihrer Mutter entdeckt Mary Paterson Yoga und Meditation für sich. Beides zu praktizieren, erweist sich für sie als heilend. Dennoch gelingt es ihr nicht, die Praxis in ihren Alltag zu übertragen. Als dann auch ihr Vater stirbt, hat sie das Gefühl, den Halt in ihrem Leben zu verlieren, ihr „vertrautes inneres Zuhause“. Sie beschließt, sich ein neues inneres Zuhause zu suchen und sich dafür Zeit für sich und eine Auszeit vom Alltag zu nehmen.

Mary entscheidet sich, am Winter-Retreat im buddhistischen Kloster Plum Village in Frankreich, das von Thich Nhat Hanh geführt wird, teilzunehmen. Sie verbringt 40 Tage gemeinsam mit den dort lebenden Nonnen und Mönchen sowie mit anderen Pilgern, die am Retreat teilnehmen. Sie meditiert, gärtnert, kocht, nimmt an den Vorträgen Thich Nhat Hanhs teil und führt Gespräche mit Mönchen, Nonnen und anderen Pilgern.

Sie lernt, dass es bei den Praktiken des Buddhismus darum geht, Zuflucht in sich selbst zu suchen. Sie erfährt, dass Achtsamkeit und Konzentration Grundpfeiler der täglichen Praxis sind und übt, wenn sie Tee trinkt wirklich nur Tee zu trinken und nicht noch über etwas nachzudenken. Sie erhält einen Einblick in den Alltag der Mönche und Nonnen, die jeden Morgen von 5.30 Uhr bis 7.30 Uhr meditieren und fragt sich, ob diese nicht die Intimität einer Partnerbeziehung vermissen. Irgendwann fragt sie das auch einen Mönch und eine Nonne.

Jedem der 40 Tage, die Mary im Retreat verbringt, ist ein eigenes Kapitel im Buch „Die Mönche und ich“ gewidmet, in welchem sie erzählt, was an dem Tag passiert und welche Erfahrung sie macht, was sie lernt. Sie flechtet außerdem häufig Erklärungen zum Buddhismus und zu Thich Nhat Hanhs Lehren ein und durchdenkt vieles sehr detailliert. Das ist nicht unbedingt leicht zu lesen und auch nicht leicht zu verdauen. Man muss sich schon die Zeit nehmen, um ihre Gedankengänge nachzuvollziehen, wenn man etwas verstehen und für sich mitnehmen will.

Ich fand die Anregungen zu Achtsamkeit im Alltag und einige andere sehr hilfreich als Erinnerung. Es war nicht mein erstes Buch mit buddhistischen Inhalten. Aber die Art der Erzählung empfand ich häufig als sehr zäh. Persönliche Erlebnisse werden unterbrochen mit Erläuterungen über die Lehren des Buddhismus. Da stockt für mich häufig der Lesefluss. Dazu kommt, dass ich mit dem Buddhismus Thich Nhat Hanhs nicht klar komme. Vieles im Buch fühlt sich für mich sehr Klosterleben spezifisch an und fern meiner täglichen Realität.

Mein Fazit: Wer sich für Thich Nhat Hanh und sein Kloster oder die Lehren des Buddhismus interessiert, der findet im Buch „Die Mönche und ich“ von Mary Paterson sicher viel Spannendes. Aber wer eine flüssig lesbare, spannende spirituelle Lebensgeschichte erwartet, sollte nach einem anderen Buch Ausschau halten.

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